Verweise
Datenbezüge (3)
Im Freistaat Sachsen gibt es zurzeit ca. 42 Baumschulbetriebe. Davon gehören 37 Betriebe mit ca. 270 ha dem Landesverband Sachsen im Bund deutscher Baumschulen (BdB) an. Etwa die Hälfte dieser Baumschulfläche entfällt auf Baumschulen mit einer Betriebsgröße von mehr als 10 ha. Zahlreiche Kleinst- und Kleinbetriebe bewirtschaften Flächen unter 2 ha.
Neben Ziergehölzen aller Art (Bäume und Sträucher) für den Garten stehen vor allem auch Laub- und Nadelbäume für Alleen, Straßen und Parks im Vordergrund der Produktion und Vermarktung. Weiterhin werden in Sachsen in erheblichem Umfang Veredelungen von Rosen, Obstgehölzen und Beerenobst durchgeführt und auch Heckenpflanzen produziert. Dagegen spielt in Sachsen die Produktion von Unterlagen und Forstpflanzen eher eine untergeordnete Rolle.
Der größte Teil der Baumschulen sind Endverkaufsbaumschulen oder haben sich zu Gartenbaumschulen zusammengeschlossen. Diese produzieren und vermarkten ihre regionalen Produkte getreu dem Motto „gewachsen in Sachsen“. Fest in der Region verankert, versorgen sie diese rundum mit Bäumen, Gehölzen und Sträuchern aller Art.
Im Freistaat Sachsen gibt es 122 Betriebe, die unter dem Dach der Dauergrabpflegegesellschaft Sächsischer Friedhofsgärtner friedhofsgärtnerische Dienstleistungen anbieten.
Das Leistungsspektrum des Friedhofsgartenbaus umfasst die Urproduktion, den Handel, die Floristik, die Dienstleistungen bei der Grabanlage und Grabpflege und die Übernahme hoheitlicher Aufgaben über Werkverträge auf den Friedhöfen. Eine positive Entwicklung ist bei der Anlage und Pflege von Grabstellen zu verzeichnen. Das Vertragsvolumen der Dauergrabpflegeverträge stieg von 3.673.000 € (2022) auf 3.670.500 € (2021).
Im Mai 2023 sind ca. 10.800 Dauergrabpflegeverträge mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 17,5 Jahren registriert. 2022 wurden 940 Neuverträge abgeschlossen (2021 - 998 Neuverträge). Der durchschnittliche Vertragswert lag 2022 bei 3.900 €. Wichtiges Qualitätsmerkmal ist das Qualitätszeichen „Überprüfter Fachbetrieb Friedhofsgärtnerei“. Der Träger dieses Zeichens ist der Zentralverband Gartenbau. In Sachsen gibt es derzeit 11 geprüfte und zertifizierte Betriebe.
Quelle: S. Theusner, Dauergrabpflegegesellschaft Sächsischer Friedhofsgärtner mbH, Mai 2023
Im Jahr 2023 umfasst der sächsische Garten- und Landschaftsbau 615 Betriebe, die 312 Millionen € Umsatz erzielt haben. Somit nimmt die Branche im sächsischen Gartenbau eine bedeutende Stellung ein. Im Jahr 2023 wurden 4020 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Arbeitsgebiete der Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner sind vielfältig. Sie umfassen Pflege, Neu- und Umbau von Freianlagen, sowie Arbeiten im Rahmen des Natur- und Umweltschutzes.
Dazu gehören:
- Außenanlagen
• an öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäuden, kirchlichen Einrichtungen
• im privaten und öffentlichen Wohnungs- und Siedlungsbau
• an Industrie- und Gewerbebauten
- Hausgärten
- Grünanlagen
- Parks
- Friedhofsanlagen
- Grünmaßnahmen an Straßen, Schienen, Gewässern, Flugplätzen
- Freizeitanlagen wie Sport- und Spielplätze, Golfplätze
- Bauwerksbegrünungen wie Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung
- Baumpflege
- Wasserbauliche Maßnahmen wie
• Renaturierungen von Steh- und Fließgewässer
• Retentionsräume
• Pflanzenkläranlagen
• Wasserläufe, Teiche, Wasserbecken oder Schwimmteiche
- Maßnahmen für den Natur- und Umweltschutz sowie die Landschaftspflege: Rekultivierung, Haldenbegrünung, Meliorationen, Versickerungsflächen, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit Biotopen