Verweise
Datenbezüge (30)
Mit dem 1995 errichteten und durch das StAUN Rostock betriebenen Internen Messnetz Küste (IMK)
konnten über einen langjährigen Zeitraum Umweltinformationen, wie Wasserstands-, Seegangs- und
Winddaten, aufgezeichnet werden. Das IMK erfüllt damit folgende Aufgaben:
- im operativen Betrieb im Hochwasserfall Informationen zu den hydrodynamischen Parametern für
- die Einsatzleitzentrale Hochwasserschutz zur Verfügung stellen
- im operativen Betrieb Daten zur Beweissicherung und für externe Anwender zur Verfügung stellen
- im Langzeitbetrieb Wasserstands-, Seegangs- und Winddatenerhebung als Grundlage für die Bewertung von
Küstenprozessen sowie die Ermittlung
- von Bemessungsparametern für Bauwerke liefern.
Die vorliegende Richtlinie steht in enger Verbindung mit der Richtlinie "Vermessungsrichtlinie und digitale Datenformate" (3-7/2009). Diese ist Grundlage aller Vermessungsaufträge, die durch die mit Küstenschutzaufgaben betrauten Umweltbehörden seit Juli 2009 ausgelöst werden. Die Vorgaben dieser Richtlinie gelten für die Abgabe aller digitaler Daten, Karten und Abbildungen aus aktuellen Vermessungsaufträgen, Planungen und Konstruktionen sowie Geoinformationsanwendungen in den gültigen geodätischen Bezugssystemen. Die Übernahme historischer Daten vor dem Juli 2009 von Dritten sowie die Übergabe von Altdaten und Altvermessungen vor dem Juli 2009 an Dritte (z.B. durch die Dokumentationsstelle des StALU Mittleres Mecklenburg) kann in den zum Zeitpunkt der Erstellung gültigen Koordinatensystemen erfolgen. Die Transformation der Daten in die neuen amtlichen Systeme muss eigenständig durch den jeweiligen Empfänger vorgenommen werden.
Die Küste M-Vs weist gegenwärtig eine Länge von insgesamt 1.945 km auf. Bezogen auf die 2.582 km lange Gesamtlänge der deutschen Ostseeküste entspricht dies 75 %. Die verbleibenden 25 % (637 km) zählen zum Küstengebiet des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Durch die Herausbildung einer Ausgleichsküste ist die Küste von M-V überwiegend durch eine zum offenen Meer exponierte Außenküste und eine vom offenen Meer zunehmend abgeriegelte, stärker gegliederte Binnenküste, regional Boddenküste bzw. Haffküste genannt, gekennzeichnet.
Die Küstenkilometrierung (KKM) von Mecklenburg-Vorpommern ist eine fortlaufende, punktförmige Kilometerzählung entlang einer durch die Umweltverwaltung des Landes fest definierten Küstenbasislinie. Die KKM dient zur Unterteilung des Küstenverlaufes und erleichtert die Orientierung im großräumigen Küstengebiet. Zudem ermöglicht sie die räumliche Einordnung der Küstenschutzbauwerke in den Küstenverlauf.
Ziel des vorliegenden Heftes ist es, für alle Küstenschutzanlagen, die dem Schutz von im Zusammenhang bebauten Gebieten dienen, die erforderlichen hydrodynamischen Eingangsparameter für den Entwurf, die Bemessung und die Sicherheitsüberprüfung von Küstenschutzbauwerken auf Grundlage: neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, aktueller Daten (gemessen/simuliert) und unter Berücksichtigung möglicher klimabedingter Veränderungen zu definieren.
Grundlage für die Bestimmung des Bemessungshochwasserstandes (BHW) sind Pegelmessreihen über vergleichsweise lange Zeiträume, die statistisch ausgewertet und bewertet wurden. Auf der Grundlage langer Messzeitreihen lassen sich auch über dem Messzeitraum hinaus definierte Eintrittswahrscheinlichkeiten mittels statistischer Verteilungsfunktionen ableiten. Hierbei sind die Dauer der am Pegel gemessenen Zeitreihe sowie die Lage des jeweiligen Pegels von Bedeutung.
Die folgende Richtlinie gilt bis auf Widerruf für alle Vermessungsaufträge, die von der Abteilung Küste des StAUN Rostock ab Juli 2009 herausgegeben werden. Sie ist Bestandteil des Vertrages. Die vollständige Bearbeitung der aufgeführten Punkte wird bei Abgabe kontrolliert und ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Vertragsende. Abweichungen sind als Ausnahmen in der speziellen Leistungsbeschreibung geregelt bzw. sind nur nach Absprache mit den Verantwortlichen der Abteilung Küste zulässig und sind formlos in einer Aktennotiz von diesen aufzunehmen. Angaben direkt in der Leistungsbeschreibung haben immer Vorrang gegenüber den Ausführungen in dieser Richtlinie. Eine Übernahme der Regelungen aus dieser Richtlinie für Vermessungen im direkten Küstenbereich in der Zuständigkeit anderer Behörden, z.B. der einzelnen StÄUN inM-V, sollte angestrebt werden. Die bisherige Vermessungsrichtlinie vom Januar 2000 (letztmalig aktualisiert im Januar 2004) wird hiermit außer Kraft gesetzt.
Bei der Errichtung bzw. Verstärkung von Dünen zum Zwecke des Sturmflutschutzes können beengte Platzverhältnisse dazu führen, dass Küstenschutzdünen nicht ihrem Sollquerschnitt entsprechend ausgebildet werden können. Für den Fall des drohenden vollständigen Abtrags der Düne im Sturmflutfall muss eine Zusatzkonstruktion die Funktion des Sicherheitsteils der Düne als letzte Barriere gegen Durchbruch übernehmen (vgl. "Regelwerk Küstenschutz Mecklenburg-Vorpommern", Themenheft 3-3/2013 Landesküstenschutzdünen Mecklenburg- Vorpommerns").
Die mittelfristige Maßnahmenplanung bis 2020 basiert auf den bereits im Generalplan Küsten- und Hochwasserschutz (1995) und seiner Fortschreibung, dem Übersichtsheft des Regelwerkes Küstenschutz Mecklenburg-Vorpommern (2009) erläuterten Küstenschutzstrategien und Planungsgrundsätzen. Es werden diejenigen Maßnahmen dargestellt, die im Zeitraum 2014 bis 2020 zum Schutz im Zusammenhang bebauter Gebiete vor Überflutung und Küstenrückgang realisiert werden sollen. Grundlage dafür ist der § 83 Abs. 1 des Wassergesetzes
Die Abteilung 1 "Allgemeine Abteilung" stellt die personelle technische und organisatorische Infrastruktur des Amtes bereit und koordiniert die Bearbeitung abteilungsüberpreifender Aufgaben.
Beurteilung des allgemeinen Küstenzustandes und der Küstendynamik
Generalplanfortschreibung, Erarbeitung von Bemessungsrichtlinien, angewandte Forschung
Bearbeitung von Fachfragen im Küstenschutz mit überregionaler Bedeutung
Beweissicherung, Monitoring, Schaffung von Prüf- und Planungsunterlagen
Informationssystem Küstenschutz - Laufendhaltung der Dokumentationsstelle Küste
Öffentlichkeitsarbeit
Mitwirkung an Küstenschutzkonzeptionen, Fachplänen und Gebietsanalysen
Erarbeitung von allgemeinen Richtlinien und Konzepten für Küstenschutzanlagen
Vertragsangelegenheiten und Mittelverwaltung
Arbeiten zur Beweissicherung und Wirkungskontrolle von Küstenschutzmaßnahmen
Betrieb und Messwertverwaltung des Internen Meßnetzes Küste
rechnergestützte Untersuchung und Bewertung des Küstenzustandes als Grundlage für die kurz- und mittelfristige Planung der Küstenschutzmaßnahmen und für die Erarbeitung von Stellungnahmen zu Vorhaben Dritter an der Küste sowie die Verfügbarmachung von Dünen-, Strand- und Schorreprofilen, Aufstellung von Massenbilanzen, Aktualisierung Küsten GIS
Auf die Zuständigkeit des StALU MM Rostock bezogene Entscheidungen der Verwaltungsgerichte und Oberverwaltungsgerichte.
Im STALU MM Rostock ist die Abteilung Küste als Dienstleistungseinrichtung für alle 4 StÄLU Schwerin, Rostock, Stralsund und Ueckermünde ämterübergreifend eingerichtet worden. Der Verantwortungsbereich erstreckt sich über die gesamte Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Die Abteilung Küste ist für die Planung, Begutachtung und Prüfung der Küstenschutzmaßnahmen von Mecklenburg-Vorpommern zuständig.
Aufgaben:
- Rechnergestützte Untersuchung und Bewertung des Küstenzustandes als Grundlage für die kurz-, mittel- und langfristige Planung der Küstenschutzmaßnahmen und für die Erarbeitung von Stellungnahmen zu Vorhaben Dritter an der Küste sowie die Verfügbarmachung der Ergebnisse für alle StÄLU (z.B. Luftbildbefliegung, Vermessung von Dünen-, Strand- und Schorreprofilen, Aufstellung von Massenbilanzen, Aktualisierung Küsten GIS)
- Bearbeitung von Fachfragen im Küstenschutz mit überregionaler Bedeutung
- Vertragsangelegenheiten und Mittelverwaltung
- Arbeiten zur Beweissicherung und Wirkungskontrolle von Küstenschutzmaßnahmen
- Erarbeitung von Grundlagen für die Fortschreibung des Generalplanes Küstenschutz Mecklenburg-Vorpommern, u.a. Arbeiten zur Konkretisierung der Bemessungshochwasserstände
- Betrieb des küstenkundlichen Archivs
- Betrieb und Messwertverwaltung des Internen Messnetzes Küste
- Veranlassung, Mitarbeit und Betreuung von BMBF-Projekten zum Küsteningenieurwesen
Digitales Geländemodell Küstengefährdung Mecklenburg-Vorpommern
In der Dokumentationsstelle Küste werden alle Informationen zu Küstenschutzbauten an der Ostseeküste von Priwall bis Swinemünde gesammelt und aufgearbeitet. Die Sammlung dieser Informationen beginnt ca. 1945 bis in die heutige Zeit.
Forschungsberichte, Studien, Diplomarbeiten, Doktorarbeiten, unveröffentlichte Gutachten, Berichte, eigene Untersuchungen zu Küstenschutzproblemen Forschungsberichte entstehen entsprechend den aktuellen Küstenschutzmaßnahmen und laufender fachtechnischer Prüfung.
Zusammenstellung der Planungsvorhaben sowie der vorhandenen Küstenschutzbauwerke.
Einordnung des Küsten- und Hochwasserschutzes in M-V.
Geomorphologische Verhältnisse und hydrodynamische Situation.
Geoinformationssystem Küste Mecklenburg-Vorpommern
In Verbindung mit Küstenschutzmaßnahmen je nach Örtlichkeit und Themen.
Messung von hydrologischen Parametern wie Wind, Wassertemperatur, Wellen, Strömung, Wasserstand und Luftdruck an Meßstationen entlang der Ostseeküste und den angrenzenden Boddengewässern der Küste M-V.
Karten im Maßstab 1:10000 mit Darstellung der Uferlinien von 1885, 1937, 1986 und 1995
Darstellung der Rückgänge in Übersichtsdiagrammen
- Dokumentation der o.g. Liegenschaften in Form von Kataster- und Grundbuchauszügen
- Automatisierten Liegenschaftsblättern und Integrationsregistern
- Liegenschaftsverwaltung
Luftbilder aus dem Zeitraum 1938 bis 1998 von der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern.
Zusätzliche Informationen
Datengewinnung: analog, liegt vor als: Karte, beziehbar: analog oder digital
Graphische Darstellung der gemessenen Profile sowie Lage- und Höhenpläne der Steiluferabschnitte. Einschätzung der Steiluferabschnitte durch Vergleich mit älteren Aufnahmen.
Mit diesem neuen wertvollen Übersichtsheft wurde der 1995 herausgegebene Generalplan "Küsten- und Hochwasserschutz M-V" weiterentwickelt.
Das Regelwerk fasst den aktuellen Kenntnisstand zum Sturmflutschutz in M-V zusammen, bilanziert das dabei Erreichte und gibt einen Ausblick auf künftige Aufgaben. Damit wurde der Übergang vom bisher starren, fest gebundenen Generalplan zu einem flexiblen, themenbezogen leicht aktualisierbaren Regelwerk für den Küstenschutz in M-V vollzogen.
Bericht über Untersuchungen von Sandentnahmestellen für Aufspülung, Dünenverstärkungen o. ä. Küstenschutzmaßnahmen einschließlich kartographischer Dokumentation, Kartenmaterial.
Schadenspotentialermittlung potenzielle Überflutungsflächen
Erarbeitung von Planungsunterlagen für verschieden Küstenschutzmaßnahmen (Leistungsphase 1-6 nach HOAI)
Betreuung an Ingenieurbüros vergebener Planungsleistungen, Autorenkontrolle, Planung und Ausführung
Naturschutzfachlichen Einschätzungen und Konzeptionen
Aufstellen von Küstenschutzkonzeptionen, Fachplänen und Gebietsanalysen
Bemessung und Konstruktion der geplanten Küstenschutzbauwerke
Zusammenstellung aller Dünen der Ostseeküste M -V.
Beschreibung des Dünenkörpers in Form von Profilen und statistischer Auswertung der Vermessung. Vergleich der Aufmessung der Dünen aus den Jahren 1993/94 und November 1995.
Historisches Kartenmaterial, sowie geodätische Vermessungen an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern.
Zusätzliche Informationen
Datengewinnung: digital u. analog, liegt vor als: Karte, beziehbar: digital u. analog